Griechenland: Pogrome in Athen, der Faschismuss ist zurück

13/05: Faschisten hielt ein Bus im Zentrum von Athen, zwang alle Passagiere aus und brutal angegriffen diejenigen ausländischen aussah. (Video). Anarchisten und Antifaschisten Aktivisten haben bereits an den beiden zentralen Kniebeugen, Skaramanga und Villa Amalias versammelt. Anarchisten und antifaschistische Aktiviesten haben bereits an den beiden zentralen Kreuzungen, Skaramanga und Villa Amalias Stellung bezogen.

2) Zwei Albanische Immigranten wurden von 5 Neonazis in dem Zentrum von Rethymnon (Crete) brutal zusammengeschlagen. Einer von den Albanern musste ins Spital wegen einem Schädelbasisbruch und einer gebrochenen Nase, wärend es dem anderen Albaner nicht dermaßen schlimm erging. Die Atacke passierte in einer Parkgarage in der “Four Martyrs” im Zentru von Rethymnon, wo die Immigranten versuchten zu ihrem auto zu kommen, wie das Athener Indymedia reportet.

12/05: In der Athener Innenstadt fanden am frühen Nachmittag des 12. 5. 2011 von Neonazis gegen Migranten ausgehende Pogrome statt – Ergebnis sind 17 Opfer, die in Krankenhäuser eingeliefert wurden, unter diesen 12 mit schweren Stichverletzungen. Die Rechtsextremen fielen über ein Obdachlosenzentrum her sowie, über diverse Läden von Personen ausländischer Herkunft.

Nachricht des populären Senders ”Alter Thess”:

Im Augenblick findet in der Triti-Septemwriou-Straße am Ort der Ermordung des 44-jährigen eine Versammlung rechtsextremer und faschistischer Gruppen statt.

14:17: Die Versammelten haben die Triti-Septemwriou-Straße mit Barrikaden abgeriegelt.
17:34: Der Zug aus Faschisten und Rechtsextremen bewegt sich von der Triti-Septemwriou-Straße in Richtung Kotzia-Platz. Auf dem Weg dorthin spalten sich kleinere mit Knüppeln und Stangen bewaffnete und behelmte Gruppen von den Rechtsextremen und Faschisten ab, da die Polizei unfähig ist, ihnen Einhalt zu gebieten, und schwärmen so in die umliegenden Nebengassen, wo sie Migranten jagen und brutal verprügeln. Bezeichnend ist, dass die Zusammenrottung es bis zum Warwakeio-Markt schafft. Dort hat die Polizei sie endlich blockiert, bevor sie am Kotzia-Platz angelangt sind.

Auch Polizisten wurden angegriffen, bei einem angekündigten Umzug, der gegen 19:00 herum an den Propyläen begann. Während die ca. 5.000 Personen gegen Polizeigewalt und Rassismus demonstrierten, entgegneten ihnen die MAT-Einheiten mit Reiz- und Tränengas-Einsätzen. Auch griffen etwa 200 Rechtsextreme das besetzte Haus Villa Amalias an. Größere Ausschreitungen blieben aus.

Vermeldung der Vereinigung Linker Mechaniker

In den vergangenen zwei Tagen und anlässlich der Ermordung des 44jährigen Mitbürgers in der Epeiros-Straße wurden Migranten von Rechtsextremen und Faschisten angegriffen, durch die unfähige Polizei entwickelte sich ein Pogrom in der innenstadt von Athen wie es noch nie dagewesen war.

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Im obigen Video hat die Kamera einen kleinen Teil derer ”Meisterleistungen” festgehalten. Angriffe auf Häuser und Läden von Menschen mit migrantischem Hintergrund, Schlägereien und Messerstechereien auf den Straßen, aller Wahrscheinlichkeit nach ein Mord im Viertel Kato Patissia, Attacken auf besetzte Häuser und selbstverwaltete Räume. In der Innenstadt von Athen zeigt sich die faschistische Strömung – zum ersten Mal seit Jahrzehnten in diesem Umfang – unter Mobilisierung ihres heutigen sehr breiten Spektrums . In unmittelbarer Beziehung dazu steht, was im Business- und real-estate-Bereich passiert, insbesondere aber in puncto parastaatliche (~ paramilitärische) Machenschaften und was sonst aus derer Art Untergrundszirkeln aufgedeckt wird – größte Beweiskraft legte zuletzt die Verhaftung eines wegen zweifachen Mordes angeklagten Wahlkandidaten der Partei ”Chrysi Avgi” an den Tag (er war bei den letzten Wahlen in der westgreichischen Provinz angetreten). Die Verzweiflung der Leute angesichts der Krise, die Abwesenheit der Linken (in jeglicher Hinsicht), wie tausende Menschen in Elendsverträge gedrängt werden, Hineingestoßenwerden in die Prostitution und die Drogenabhängigkeit (immer gewinnbringend für Gewisse) und die Unfähigkeit der Polizei (welche Probleme auslöst und nicht löst) in dieser ganzen Situaiton, bereiten den diversen Faschistoiden den Boden. Es gilt, all das zu erkennen. Dies sind nur ihre offensichtlichsten Beispiele, die Geschichte kennt derer allzu viele.

Wie das Magazin ”Imerisia” verlautbaren ließ:

Junger Ausländer erlag im Morgengrauen an der Ecke Strategou-Kalari-Straße / Konstantinidi-Straße in Kato Patissia seinen Verletzungen, nach einer um 00:30 stattgefundenen Messerattacke durch Unbekannte. Der junge Mann, der, gemäß Informationen, aus Bangladesch stammte, erlitt mindestens vier Stiche von den Tätern.

Laut dem, was die Polizei bisher bekanntgab, verfolgten zwei Unbekannte auf einem zweirädrigen Gefährt den Ausländer, die als sie ihn eingeholt hatten, mit Messern verletzten und unmittelbar flüchteten.

Der Einundzwanzigjährige wurde in ein Krankenhaus überführt, wo man seinen Tod feststellte. Die Tatmotive für den Mord seien noch nicht ermittelt, jedoch laut den Polizeibeamten werde aufgrund des Verdachts eines rassistisch motivierten Angriffs ermittelt ausgehend von einigen Zeugenaussagen die Täter hätten Griechisch gesprochen.

Voruntersuchungen in dem Fall führt die Asfaleia Attikis durch.

Die Bewegung ”Vereint gegen Rassismus und die Faschistische Bedrohung” betont in einer Ankündigung: ”Die Chrysi Avgi führt seit einigen Tagen einen organisierten rassistischen Pogrom durch mit dutzenden Opfern unter den Migranten, von denen sehr viele körperlich schwerverletzt worden Der tödliche Anschlag auf den Flüchtling aus Bangladesch in der Kanari-Straße steht damit in Zusammenhang.”

Eine Augenzeugin des Mords berichtet, dass der junge Flüchtling von 10 Personen griechischer Abstammung angegriffen worden sei. Die Aussage der Frau in der Nachrichtensendung des Senders ”Alpha” bemerkt, dass der Ermordete versucht habe zu entkommen und sich zu verstecken, aber der Pulk der Faschisten ihn unter ankündigenden Zurufen geschnappt und wiederholt auf ihn eingestochen hätten. Als schockierend vor dem Hintergrund der gestrigen und heutigen Geschehen berichtete die Augenzeugin, dass sie gerufen haben ”Wen wir heute von euch kriegen, den schlachten wir”.

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Übersetzt von griechisch von Autonomer Kamerad


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